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Rückspiel gegen MTP Berlin 2:2 (0:1)

Berichte der Presseagentur Priebe (pap) zu absolvierten Spielen, mit öffentlicher Diskussion.

Rückspiel gegen MTP Berlin 2:2 (0:1)

Beitragvon Paul » 23. Jun 2008, 14:22

Premiere: Priebe spielt zum ersten Mal Unentschieden!

Am Ende strahlten die Gesichter aller Beteiligten. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der DifVgg Priebe 04 ging die Partie heute gegen MTP Berlin ohne einen Sieger zu Ende und dennoch waren sie alle glücklich über den Ausgang des Spiels: Die Priebanten darüber, dass sie das Spiel nach einem 0:2-Rückstand noch gedreht hatten und damit nun fast sicher den ersten Tabellenplatz der Uniliga 3A innehaben, die Spieler von MTP über eine sehr starke Leistung und der meiner Meinung nach sicheren Gewissheit, dass sie nächste Saison in die zweite Uniliga folgen werden und der Schiri über ein im Großen und Ganzen faires und für die dritte Uniliga hochklassiges Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften.
Dabei hatte das Spiel unter einem ganz schlechten Vorzeichen begonnen: Nachdem der von Priebe gestellte Schiedsrichter das vorherige Spiel abgepfiffen hatte, wurde er von der unterlegenden Mannschaft angegangen und auch angegriffen. Erst mit einer 20-minütigen Verspätung konnte die Partie deshalb beginnen. Vielleicht war das der Grund, warum die Priebanten in der ersten Hälfte nicht einmal annähernd an ihre gewohnte Leistung der vergangenen Spiele anknüpften. „Viel zu wenig Bewegung und keine zündenden Ideen“, so beschrieb der heutige Abwehrchef Anselm Bautsch, der seinen fehlenden großen Bruder ersetzen musste, die schwache Leistung von Priebe. Völlig verdient gingen deswegen auch die Fußballer von MTP Berlin in Führung. Nach einem schnellen Ball über die linke Seite konnte Matthias Schick nicht entscheidend genug stören, sodass der Ball zum heute besten Mann auf dem Platz kam, dem gegnerischen Stürmer mit der Nummer 7, welcher seinen Gegenspieler Matze Lehna austrickste, um anschließend dem herauseilenden Torwart Andreas Konnemann, der bei beiden Gegentoren schuldlos war, keine Chance mehr zu lassen. Sofort fragten sich die Priebanten auf der Bank, wer denn nur dieser Stürmer sei. Irgendwo hatte man den doch schon mal gesehen. Als man dann auf den Schriftzug über seiner Nummer schaute, war alles klar: „Raul“ stand dort. Oft, vielleicht zu oft, wenn man die derzeitige Form der anderen beiden spanischen Stürmer beachtet, kreiste vor der EM dieser Name in den spanischen Medien. Jetzt endlich weiß man, warum er nicht bei der EM ist: Er müsse Uniliga spielen, hörte man ihn nach dem Spiel Journalisten antworten. Aber so wie er heute auftrat, wäre er für jedes Team eine Verstärkung gewesen. Schnell, dribbelstark und im Abschluss eiskalt. Genau diese Fähigkeiten waren von der Priebe-Offensive in der ersten Hälfte nicht zu sehen. Stattdessen lag das 2:0 für MTP in der Luft: Ein erneuter schneller Gegenzug überforderte die heute behäbig wirkende Defensive, sodass Wanja Frank den einzigen Ausweg in einem Festhalten des gegnerischen Stürmers sah. Da dieser jedoch weiterspielte und die anschließende Torchance vergab, war die folgende Entscheidung des Schiedsrichters in zweierlei Weise inkorrekt: Er entschied auf Freistoß und Gelbe Karte (= 10 Minuten-Zeitstrafe) für Wanja. Erstens hatte er den Vorteil laufen lassen, bei dem es zu einer großen Chance kam, sodass ein Freistoß danach nicht dem Regelwerk entsprach und zweitens hätte er dem defensiven Mittelfeldspieler von Priebe die rote Karte zeigen müssen, da dieser der letzte Mann war und dem Gegner eine offensichtliche Torchance nahm. „Glück im Unglück“ war die passende Bezeichnung der Situation vom schuldigen Unschuldigen.
Auch in der zweiten Hälfte wurde das Spiel der Priebanten zunächst nicht besser. Als dann auch noch nach einem heillosen Durcheinander im priebischen Strafraum der Ball zum zweiten Mal im Tor der Priebanten landete, schien die Partie nach gut einer Stunde gelaufen. Der einzige, der noch an eine Wende zu glauben schien, war der heute aufopferungsvoll spielende Nielson Dos Santos, der den Ball aus dem Netz holte, zum Mittelkreis rannte und seine Kollegen anstachelte. Und dies zeigte Wirkung: Nicht einmal 2 Minuten später trafen die Priebanten zum 1:2-Anschlusstreffer. Dabei war der Treffer eine Kopie des gerade erzielten MTP-Treffers: Auch in deren Strafraum bekam die Abwehr den Ball nicht weg, sodass der nach langer Abstinenz wieder zurückkehrende Julian Müller mit seinem ersten Saisontreffer aufwarten konnte. Fortan kam die DifVgg besser ins Spiel. Trotz einer zweiten dummen gelben Karte, diesmal für Stürmer Jan Kalmer, spielte Priebe druckvoller und kam auch zu Gelegenheiten, die aber ungenutzt blieben. In den letzten 20 Minuten bekamen auch die MTP-Spieler die glühende Hitze zu spüren und ihre Spielbemühungen glichen denen der Priebanten aus der 1. Halbzeit. Priebes Sturmlauf indes wurde kurz vor Ende des Spiels belohnt: Einen Einwurf von Jan köpfte ein gegnerischer Abwehrspieler genau auf den Fuß von Wanja, der den Ball traumhaft ins Dreiangel knallte. Nicht zu Unrecht fühlten sich viele heute an die unglaublichen Spiele der Türkei bei dieser EM erinnert, allen voran das Spiel gegen die Kroaten, als Semih in der allerletzten Minute nach einem Abwehrfehler den 1:1-Ausgleich durch einen Schuss ins Dreiangel markierte. Beinahe wäre den Priebanten auch noch die Wiederholung des Kunststückes der Türkei gegen die Tschechen gelungen, als der heutige Debütant Johannes Haasler einen Traumpass auf den nach 11-wöchiger Verletzungspause sein Comeback feiernden Stürmer Paul Seiffert spielte, der aber aus 9-Metern über die Latte schoss. „Vor seiner Verletzungspause hätte er den gemacht“, munterte der väterlich auftretende Nielson den Teamkollegen auf. Eine dritte gelbe Karte nach einem taktischen Foul von Richard Seiffert in der letzten Minute wurde nur noch für die Statistik aufgenommen. Es war die zweite Premiere heute.
So stand am Ende also ein 2:2 auf dem Papier, welches dem Spielverlauf auch gerecht wurde. Nach den haushohen Siegen der vergangenen Spiele fragte man sich natürlich, warum das Spiel heute so knapp war. Franz Seiffert antwortete in gewohnt lockerer Stimmlage: „Gegen Mannschaften wie Elektra Rams kannst du jeden aufstellen und gewinnst trotzdem ohne Probleme, aber wenn es mal gegen richtige Teams geht, dann musst du schon konzentrierter spielen und alles aus dir herausholen. Ich habe heute nicht nur meine Eier über den Platz geschaukelt.“ Eines steht auf jeden Fall fest: In der zweiten Liga werden solche Mannschaften jede Woche auf dem Programm stehen...
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Beitragvon Erasmus » 23. Jun 2008, 14:56

haha, naixxxx, haste deinem bro schön torstens worte von 2002 in den mund gelegt...
Ein Herz für Priebe!!!
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Beitragvon Nielson » 23. Jun 2008, 15:08

die 21 von uns war doch der mann des spiels!
verhindert das 0:3 und macht das 2:2
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