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SS 05/06 ST 14: Priebe - Süd-Berliner FC

Berichte der Presseagentur Priebe (pap) zu absolvierten Spielen, mit öffentlicher Diskussion.

SS 05/06 ST 14: Priebe - Süd-Berliner FC

Beitragvon Daniel » 26. Sep 2007, 17:40

Torschützen:
Mirko, Richi, Paul

Die Pribanten unterliegen auch im Rückspiel dem Süd-Berliner FC.
Nachdem sich die Diffusionsvereinigung um eine Absage des Spiels aufgrund von personellen Problemen bemüht hatte, jedoch der FC dazu nicht bereit war, pfiff der Schriedsrichter vom TEAM Absolut heute um 12.20 zu Rückspiel an.
Priebe, die ersten Sekunden des Spiels noch in Unterzahl, begann erfreulich offensiv und ein schneller Lauff konnte den Ball bereits nach 5 Minuten über den Torwart in den Angel schnippeln.
Der Süd-Berliner FC, keineswegs geschockt, spielte im Anschluss ansehnlichen Offensivfussball und kam vor allem über den eigenen linken Flügel und die Zentrale immer wieder zu Torchancen. Die defensive Grundhaltung im Mittelfeld stimmte bei den Pribanten hinten und voren nicht. Als logische Konsequenz ergaben sich ruck-zuck 2 Treffer für dern FC, beide nach relativ platzierten Fernschüssen, die Angreifer waren schlicht und einfach nicht genug am Schiessen gehindert worden.
Priebe bemühte sich immer wieder, etwas für den Angriff zu tun, erarbeitete sich jedoch zu wenig gute Möglichkeiten, die der durchaus gute Sturm aus Köppelinho und Watz hätte verwerten können. So ging die Führung für Süd-Berlin nach der Hälfte der Spieldauer gut in Ordnung.
In der Halbzeit stellte die DifVgg die Aufstellung und taktische Haltung etwas um, eine Verteidigerposition wurde aufgelöst, im Sturm übernahmen Paul Seiffert und Philipp Rüßmann. Frank Schönpferd wechselte ins Mittelfeld, denn Spielmacher Richard Seiffert bemerkte während des Spiels mit vollendender Präzision: "In der Mitte, das fehlt's immer". Das Spiel der Pribanten wurde vor allem aufgrund der offensiveren Grundhaltung zusehens besser. Das Mittelfeld stand besser und die Angriffe über die linke Spielhälfte, auf der Debütant Julian eine herausragende Leistung absolvierte, brachten mehr und mehr Gefahr für das Tor der Süd-Berliner.
Innerhalb von 10 Minuten gegen Mitte der 2. Halbzeit drehte Priebe das 1-2 in ein 2-3. Zunächst traf ein freistehender und mit viel Zeit zum Maß nehmen bedachter Richard Seiffert mit einem herrlichen Fernschuß im Kasten des FC, anschliessend verwandelte sein Bruder Paul einen klassischen Abstauber. Der Torhüter des FC, der später ausgewechselt werden sollte, hatten einen erneuten Fernschuss von Richi Seiffert nicht festhalten können und das schnelle Nachsetzen zahlte sich aus.
Das Spiel, bis zu diesem Zeitpunkt sehr ansehnlich und fair, mit Chancen auf beiden Seiten versehen, wurde nun jedoch schlagartig sehr unschön. Beim Süd-Berliner FC, aus dem Hinspiel als fairer Gegner in der Erinnerung der Pribanten (Vgl. Spielbericht Hinspiel, hier war nicht einmal ein Schiri von Nöten gewesen) taten sich einzelne Spieler negativ hervor. Die Angriffsabteilung teilte mehr und mehr aus, nicht über die Maßen unfair, zog und zerrte, schubste und drägte jedoch mit nicht Regel-konformen Mitteln. Der Schiedsrichter von TEAM Absolut, dem an dieser Stelle unabhängig von der Leistung auf dem Platz noch einmal für seine Bemühungen im Bezug auf die Bitte der Pribanten um Absage des Spiels der Dank ausgesprochen werden soll, verlor seine Linie und offensichtlich auch Teile seiner visuellen Wahrnehmungfähigkeiten.
Einen ärgerlichen, unberechtigten Elfmeter vergab der Südberliner FC zwar noch, doch letztendlich signalisierten Szenen wie diese eine Wende. Der Strafstoß, tatsächlich ein Witz, bei dem der wohl torgefährlichste Spieler des FC sich in einem Haufen von fünf Pribanten im Strafraum festläuft, den Ball aus dem Gedränge spitzelt und fallen lässt, brachte noch einmal Fahrt in die Mannschaft des Gegners, nachdem zwischenzeitlich von der FC-Bank und -Fanabteilung vereinzelt verunsicherte und irritierte "Was ist los mit euch?" Rufe über den Platz gehallt waren.
Aus einem Gestochere im 16er der Pribanten nach einer Ecke resultierte dann in der Folge der Ausgleichstreffer. Ärgerlich, gerade einmal 10 Minuten vor Schluss, nachdem der FC bis dahin nur wenige Chancen verzeichnen konnte und das Spiel der Pribanten, zumindest bis zum Sturm, in dem Rüßmann und P.Seiffert deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben, recht sicher und ruhig war, begünstigt durch das Verlagern des FC auf den Angriff. Süd-Berlin hatte seine Chancen vor allem bei Freistößen. Hier muss deutlich gesagt werden, dass sowohl die Entscheidungen für die Freistöße zu 80 % schlicht falsch waren, als auch die anschliessenden Zweikämpfe im Straftraum offenbar vom Schiedsrichter-Duo nicht genau genug beobachtet wurden. Der 4:3 Führungstreffer 5 Minuten vor Ende des Spiels für den FC war letztlich die Konsequenz daraus. Langer Freistoßball von links. Richi Seiffert will klären, wird einfach zu Boden gestoßen, der Ball passiert ihn und landet im Netz und der ausbleibende Pfiff negiert die gesamte Leistung der Mannschaft.
"Solche völlig unverständlichen, unmöglichen Entscheidungen bringen uns um unsere Punkte!" meinte der frustrierte Libero Nemitz nach dem Apfiff. Genickt und verärgert räumte Priebe in Rekordzeit den Platz und hinterlies einen FC, der nun nach der Niederlage im letzten Spiel nicht noch weiter an Boden verliert.
Sicherlich zeichnet auch die Aussage von Mittelfeldakteur Max Ficht : "Der Sturm hat uns heute in der zweiten Hälfte den Sieg gekostet. Machen wir noch ein Tor bricht der Gegner ein und was dann noch kommt interessiert uns nicht mehr." ein Bild von dem Spiel.
Es steht außer Frage, dass die Offensiveaktionen der Pribanten nach dem eigenen Führungstreffer im Sturm angekommen im Nichts verpufften, dennoch muss gesagt werden, dass zahlreiche, wenn auch nicht alle, Chancen und Treffer des FC zu einem großen Teil dem Schiedsrichter anzukreiden sind. Das Problem daran scheinen weniger die tatsächlichen, konkreten Fehler des Schiedsrichters zu sein, als Vielmehr die Art und Weise der Leitung eines Spiels, die von Schiedsrichter zu Schiedsrichter stark unterschiedlich ausfallen. Vor allem mangelt es viel an Konsequenz.
Als Beispiel lässt sich die wohl unschönste Aktion des Tages herausziehen: Priebe foult, d.h. grätscht an der Seitenlinie den Ball weg. Pfiff. Der Spieler des FC springt auf und tritt häftig nach dem Foulenden, verfehlt ihn aber. Der Schiedsrichter ermahnt lediglich. Eine milde Regelauslegung, zugegeben, aber vielleicht noch vertretbar. Nur 10 Minuten später fällt eben dieser Spieler erneut auf, diesmal noch unangenehmer: Nach dem Pfiff des Schiedsrichters zum Freistoß für die DifVgg und einer verbalen Auseinandersetzung spuckt der Spieler seinen Gegner an. Klar und deultlich. Vor den Augen des Schiedsrichters. Doch statt den Spieler des Feldes zu verweisen, nach seinem nunmehr 2. grobem Fehlverhalten, zumindest für 10 Minuten, lässt der er sich überreden, den Spieler lediglich auswechseln zu lassen. -Was soll das?
Betont werden muss noch, dass dieser Spieler nicht exemplarisch für Süd-Berlin gelten darf, deren Leute sich alle sportlich zeigten, im Zweikampf zwar öfter über die Regeln hinaus agierten, aber hierfür ist der Schiedsrichter zuständig.
Die Schiedsrichter der Uniliga haben es sicherlich nicht leicht, das weiß jeder der selbst schon einmal in ihr gepfiffen hat. Dennoch: Letztendlich entscheiden solche Situationen und Vorkommnisse zuweilen Spiele. Heute fand ein solches statt. Es trafen zwei spielerisch gleichwertige Mannschaften aufeinander und ein wirklich nettes, spannendes Spiel war zu verfolgen. Das Problem in Spielen der Uniliga aus der Sicht der Diffusionsvereinigung findet sich oftmals bei der Schiedsrichterlösung. Schon des öfteren finden sich in unseren Spielberichten Beschwerden über Gegner und Schiedsrichter. Und das keineswegs nur in Spielen die wir verloren haben, "Ja.. nur der Schiri war Schuld" etc. Das verlorene Spiel gegen Hatze war mit das schönste und fairste, das wir in unserer Saison erleben durften, und das lag, neben der Fairness der Teams, an einem konsequenten, souveränen Schiedsrichter. Doch sobald eben diese Souveränität, Konsequnez und Ruhe flöten geht, entscheiden sich Spiele mehr und mehr nicht im Spielerischen sondern vielmehr dadurch, welche Mannschaft bereit ist, aggressiver einzusteigen und die Grenzen des Erlaubten mehr auszureizen und zu überdehnen, oder aber das Team, das schlicht und einfach bei den Entscheidungen des Referees besser wegkommt. Taktische Fouls beispielsweise an der Mittelinie müssten bei erfolgsorientierten Teams schlicht und einfach als konsequentes Mittel eingesetzt werden. Welcher Uniliga-Schiri ahndet ein solches Vergehen angebracht? Die Allerwenigsten. Teams, die sich dem dennoch verweigern, haben einen klaren Nachteil. Das Problem, so vermuten wir, verschärft sich sicherlich noch je weiter unten man in den Ligen spielt. Es mangelt wahrscheinlich an Erfahrung und es finden sich sicherlich mehr Teams, die in der Gewinnklasse "Ball oder Gegner - doppelte Chance" mitspielen könnten.
Zum heutigen Spiel bleibt aus unserer Sicht festzuhalten: Schade, dass dieses Spiel seine Entscheidung auf diese Weise finden musste und mit ihm vielleicht der Kampf um den Auf- oder Mitaufstieg.

Presse Agentur Priebe (pap)
Daniel
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